Im Frühjahr 1939 wurde mit dem Bau in Skriðuklaustur angefangen. Nördlich vom alten Hofgebäude wurden die Eckpunkte für das große Haus ausgemessen und mit dem Aushub für das Fundament begonnen. Schaufeln, Spaten, Hacken und Schubkarren standen als Werkzeuge zur Verfügung. Mitte Juni war der Bautrupp bereits auf 30 Arbeiter und Fachkräfte angewachsen.
Dies war ein riesiges Vorhaben gemessen an dem, was man so auf dem Lande gewohnt war. Eine Arbeitersiedlung wurde errichtet, bestehend aus Zelten zum schlafen und einer Hütte als Kantine. Der Bautrupp wurde angeführt von den beiden Zimmermeistern Oddur Kristjánsson vom Hof Hafursá und Guðjón „snikkari“ Jónsson aus Reyðarfjörður sowie dem Maurermeister Guðmundur Þorbjarnarson aus Seyðisfjörður. Gearbeitet wurde zehn Stunden am Tag sechs Tage die Woche, nur am Sonntag gab es einen freien Tag. Von Juni bis weit in den Oktober waren im Schnitt 20 – 25 Bauarbeiter am Werk, dazu noch Küchenfrauen und jugendliche Handlanger. Insgesamt waren annähernd einhundert Personen am Bau beteiligt, und die geleisteten Arbeitsstunden entsprachen in etwa zwanzig Arbeitsjahren.
Die Arbeiten gingen gut voran, wozu auch ein ausgesprochen günstiges Wetter während der Sommermonate beitrug. Zum Herbst war das Haus schon wetterfest. Die Innenarbeiten wurden jedoch, auch nachdem Gunnarsson und seine Frau Franzisca eingezogen waren, bis Weihnachten fortgesetzt. Im neuen Jahr waren immer noch einige Tischler am Werk und im Sommer 1940 wurden die Grassoden aufs Dach gesetzt und die Außenwände fertiggegestellt und zwischen den Steinen geweißt.







